Am Samstag, 20. Dezember 2025 fand nach langer „Pause“ endlich wieder ein Weihnachtskonzert mit Brass for Peace statt. Die Lutherische Kirche in Beit Jala (bei Bethlehem) war fast schon zu klein!
Fleißig hatten die Schülerinnen und Schüler von Brass for Peace in drei verschiedenen Gruppen unter der Leitung von Carolin, Ramiz und mit Hilfe von Nairouz, Malak und Issa in den letzten Wochen geprobt. Der Erfolg scheiterte fast an ein paar technischen Herausforderungen kurz vor dem Konzert. Doch dann klappte alles gut und die Schüler:innen musizierten toll!
Hier ein paar Eindrücke auf instagram
Das Konzert wurde von der ELCJHL (Evangelisch Lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land) für die Kinder und Jugendlichen in den Gemeinden veranstaltet und Brass for Peace durfte einen großen Teil zum Gelingen beitragen.
Strahlende Kinderaugen und begeisterte Zuhörer:innen! So soll es sein.
Weihnachten kann kommen!
Nur wenige Kilometer liegen zwischen dem jüdisch geprägten Alltag in Westjerusalem und dem palästinensischen Leben in Bethlehem. Und doch sind diese Kilometer andere als jene, die ich aus Deutschland kenne, sie lassen sich nicht problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen.
In Israel und Palästina liegt vieles räumlich nah beieinander, was gesellschaftlich und alltäglich stark voneinander getrennt ist. […]
Alle Kinder sind ordentlich aufgeregt.. und dann geht es los: „Durch die Straßen auf und nieder“
der erste Auftritt der neuen Jungbläsergruppe aus Talitha Kumi: sie spielte im November bei der Martinsfeier in der Schule. Stolz präsentierten sie einige Laternenlieder.
Carolin Modersohn (ganz rechts, mit Baby in der Trage) und Ramiz Abuaita, unser Mitarbeiter für die Jungbläserausbildung halfen natürlich ein bisschen mit. Weiter so!!!
Besonders spannend: einer der Jungs , Wael, ist schon die zweite Generation bei Brass for Peace! Wael´s Onkel startete damals 2009 bei uns! Wir hoffen, dass noch weitere „Bläser-Kinder“ folgen werden!
Endlich.. es geht wieder aufwärts bei Brass for Peace! nachdem wir schon Angst hatten, dass nun alles zum Stillstand kommt, gibt es sogar einen echten Aufschwung nach den Sommerferien.
Carolin Modersohn, unsere ehem. Volontärin und aktuelle Koordinatorin in Teilzeit erzählt ausführlich von vor Ort.. lesen Sie hier:
Carolin Modersohn ist seit Kriegsbeginn die einzige „richtige“ Mitarbeitern die wir noch in der Region Bethlehem haben. Sie berichtet: […]
Seit Beginn des Gazakrieges im Herbst 2023 haben wir keine Volontäre mehr in der Region Bethlehem. Carolin – ehemalige Volontärin und wohnhaft in Jerusalem – ist die einzige, die in ihrer „Freizeit“ unser schulübergreifendes Ensemble aufrecht erhält. Die Musiklehrerin Mrs. Reem in Talitha Kumi (eine der drei Schulen, an der wir eigentlich unterrichten) hat vier unserer Schüler*innen der 7./8. Klasse mit einer Schlagzeugerin zu einem kleinen Ensemble geformt. Die 13-15-jährigen spielen zwei „Klassiker“:
Es handelt sich um die Eröffnungsfeier eines Musikprojektes von fünf Schulen in der Region Jerusalem und Bethlehem: „Together We Connect“
Carolin (Mitte), unsere Mitarbeiterin in der Region Bethlehem ist stolz und glücklich: Das Ensemble hatte endlich wieder Auftritte… und diese liefen trotz einiger kleiner Herausforderungen ziemlich gut! lesen Sie selbst! … Carolin erzählt…
in vier Wochen ist es soweit: dann gibt es hoffentlich ein Wiedersehen unserer Ehemaligen Volontär:innen mit unseren Jugendlichen aus Palästina… Felix Tenbaum, ehemaliger Volontär berichtet von den Vorbereitungen und dem Probenwochenende mit den Ehemaligen.
Hallo allerseits,
Ich bin schon seit 5 Monaten in Deutschland und jeden Tag war ein Erlebnis für mich. Die Schule hier in Deutschland ist ganz anders als Talitha Kumi. Die Deutschen Schüler sind ruhiger als die in meiner Heimat aber nach einer weile ist das leben für mich Rutine geworden und teilweise ein wenig langweilig. Deshalb war die ein Ladung zu dem Seminar in Loccum eine gute Abwechselung für mich. Als ich auf dem Weg nach Loccum war, war ich sehr aufgeregt. Es ist immer interessant neue Leute kennen zu lernen. Deshalb wollte ich unbedingt hin. […]
Kälte und Regen, nun 30 Grad und Sonnenschein
Die letzten Wochen seit meiner Heimkehr waren vielschichtig, aber vor allem habe ich der kurzen Zeit in Bethlehem nachgetrauert. Es hat mich immer wieder schockiert, was seit dem Beginn des Krieges passiert ist. Diese Nachrichten bestätigen leider nur, dass ich meinen Freiwilligendienst mit Brass for Peace nicht weiterführen kann. So war ich in den letzten zwei Monaten fleißig auf der Suche nach einer weiteren Möglichkeit mit Kindern und Jugendlichen Musik zu machen. Schön zu sehen, dass Vertraute von Brass for Peace auch an mich denken. So war es möglich den Kontakt zu KulturLife und ihrer Partnerorganisation IGI (InspireGlobalIdeas) herzustellen. […]