Carolin Modersohn (Mitte im Bild) lebt mit ihrem Mann und drei kleinen Kindern in Jerusalem und arbeitet als Honorarkraft für Brass for Peace. im Schuljahr 2015/2016 war sie eine unserer Volontärinnen und ist seitdem bei Brass for Peace aktiv. So beschreibt sie die Situation aktuell:
Heute ist der 21.März, seit 21 Tagen herrscht hier nun schon wieder Ausnahmezustand, keine Schulen, nur Läden/ Büros etc. geöffnet bei denen es Bunker gibt.
Spazieren gehen, auf den Spielplatz oder in den Zoo gehen ist erstmal gestrichen! Und das zermürbendste daran? Die Ungewissheit! Wird es morgen besser oder schlechter? Wann können meine Kinder wieder in den Kindergarten gehenund ich in die Schule? Nächste Woche oder erst in einem Monat? Was soll ich denn online meinen Grundschülerinnen im Musikunterricht beibringen? Welche Aufgaben können Erstklässlerinnen online bewältigen? Und wie geht es mit Brass for Peace weiter?
Grade hatten wir so viele Lichtblicke! Grade hatten wir neue Motivation!Grade hatten wir die Schüler von Level 2 ins Freitagsensemble befördert.
Und jetzt mal wieder Stillstand! […]
Nur wenige Kilometer liegen zwischen dem jüdisch geprägten Alltag in Westjerusalem und dem palästinensischen Leben in Bethlehem. Und doch sind diese Kilometer andere als jene, die ich aus Deutschland kenne, sie lassen sich nicht problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen.
In Israel und Palästina liegt vieles räumlich nah beieinander, was gesellschaftlich und alltäglich stark voneinander getrennt ist. […]
Alle Kinder sind ordentlich aufgeregt.. und dann geht es los: „Durch die Straßen auf und nieder“
der erste Auftritt der neuen Jungbläsergruppe aus Talitha Kumi: sie spielte im November bei der Martinsfeier in der Schule. Stolz präsentierten sie einige Laternenlieder.
Carolin Modersohn (ganz rechts, mit Baby in der Trage) und Ramiz Abuaita, unser Mitarbeiter für die Jungbläserausbildung halfen natürlich ein bisschen mit. Weiter so!!!
Besonders spannend: einer der Jungs , Wael, ist schon die zweite Generation bei Brass for Peace! Wael´s Onkel startete damals 2009 bei uns! Wir hoffen, dass noch weitere „Bläser-Kinder“ folgen werden!
Endlich.. es geht wieder aufwärts bei Brass for Peace! nachdem wir schon Angst hatten, dass nun alles zum Stillstand kommt, gibt es sogar einen echten Aufschwung nach den Sommerferien.
Carolin Modersohn, unsere ehem. Volontärin und aktuelle Koordinatorin in Teilzeit erzählt ausführlich von vor Ort.. lesen Sie hier:
„Es ist ein sehr besonderes Gefühl die Leitung einer Gruppe zu sein, die schöne Musik macht“
so fasst Nairouz (16 Jahre) ihre Motivation zusammen, mehr über Chorleitung zu lernen.
In der ersten Januarwoche 2025 fand in Loccum der Chorleiterlehrgang statt, an dem drei Palästinenser*innen teilgenommen haben. In ihren Weihnachtsferien, parallel zum orthodoxen Weihnachtsfest sind sie ins kalte Deutschland gekommen, um mehr über Posaunenchöre zu lernen. Mit den Mitbläsern aus der Region Bethlehem reicht somit ein ganz schönes Stück Weihnachten mit ins neue Jahr. Malak (14 Jahre) freut sich darüber Stille Nacht zu interpretieren und Nairouz ergänzt: „Macht hoch die Tür mag ich besonders gerne weil es ruhig ist gleichzeig stark klingt. Aber ich durfte auch viele andere Stücke dirigieren.“
Besonders schön war, dass auf dem Kurs eine ganze Brass for Peace – Familie mit dabei war! auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts): Volker Janssen (der BfP-Coach, als Mitarbeiter auf dem Kurs), Karin Jahn (ehem. Volontärin), Lucas Harms (ehem. Volontär), Malak, Anne (ehem. Teilnehmerin von Über die Mauer), Pauline Karg (ehem. Volontärin), Issa, Nairouz.
Danke auch dem Posaunenwerk Hannover, welches die Teilnahme der drei Jugendlichen möglich gemacht hat!
Hier berichten die Jugendlichen:
Carolin Modersohn ist seit Kriegsbeginn die einzige „richtige“ Mitarbeitern die wir noch in der Region Bethlehem haben. Sie berichtet: […]
Seit Beginn des Gazakrieges im Herbst 2023 haben wir keine Volontäre mehr in der Region Bethlehem. Carolin – ehemalige Volontärin und wohnhaft in Jerusalem – ist die einzige, die in ihrer „Freizeit“ unser schulübergreifendes Ensemble aufrecht erhält. Die Musiklehrerin Mrs. Reem in Talitha Kumi (eine der drei Schulen, an der wir eigentlich unterrichten) hat vier unserer Schüler*innen der 7./8. Klasse mit einer Schlagzeugerin zu einem kleinen Ensemble geformt. Die 13-15-jährigen spielen zwei „Klassiker“:
Es handelt sich um die Eröffnungsfeier eines Musikprojektes von fünf Schulen in der Region Jerusalem und Bethlehem: „Together We Connect“
Carolin (Mitte), unsere Mitarbeiterin in der Region Bethlehem ist stolz und glücklich: Das Ensemble hatte endlich wieder Auftritte… und diese liefen trotz einiger kleiner Herausforderungen ziemlich gut! lesen Sie selbst! … Carolin erzählt…
„Sie sind da“!! endlich… was lange geplant war, wurde nun real, als Karin Jahn, Wiebke Hahn und Felix Tenbaum die palästinensischen Jugendlichen in Hamburg begrüßten! überwältigend!
die drei ehemaligen Volontärinnen Karin ( 2020-2022), Wiebke (2011/2012) und Felix (2012/20213) beschreiben gemeinsam, wie sie den DEPT, das Wiedersehen, die Feier zum 15. Geburtstag und alles drum herum erlebt haben. Eindrücke vom Posaunentag
Pauline Karg freute sich enorm, „ihre“ Schülerinnen und Schüler aus dem Volontariat beim Posaunentag im Mai 2024 in Hamburg wieder gesehen zu haben. Pauline war im Schuljahr 2021/2022 als Volontärin in Bethlehem. Lang klangen nach dem Posaunentag noch die Begegnungen in ihr nach. Lesen Sie selbst: das Wiedersehen in Hamburg